Wir haben ständig das Problem, dass wir Anwohner keinen Parkpatz finden, weil Lehrer und Schüler des angrenzenden Schulzentrum alles zu parken. Zeitgleich nutzen Pendler die Nähe zum Bahnhof und stellen morgens ihre Autos bis zum Abend bei uns in der Strasse ab. Klar, die müssen ja alle irgendwo parken, jedoch sind wir Anwohner hier wirklich die Deppen.

Doch seit kurzem tut sich in unserer Strasse richtig was. Zum einen gibt es seit einigen Tagen ausgewiesene Anwohnerparkplätze. Von jetzt auf gleich standen wir vor dem Problem schnellstens einen Anwohner-Parkausweis zu bekommen oder parkplatzsuchend durch die Gegend zu irren (sofern man sich keinen Strafzettel einhandeln will).

Das depperte Ding kann man sich für eine Jahresgebühr von 30,00 Euro im Bürgerbüro für Technik (?) abholen.
Für mich persönlich gab es dabei jedoch eine nette Diskussion. „Mein“ Auto gehört meinem Dad und ist auch nicht auf mich zugelassen, hat somit kein Offenburger Kennzeichen.

Ich hätte kein Anrecht auf einen Anwohnerparkausweis, da der Erstwohnsitz des Halters nicht in Offenburg ist. Meine ersten Versuche der guten Damen zu erklären, warum mein Dad nicht hier wohnt, tat die Sachbearbeiterin mit folgendem Kommentar ab: „dann müssen Sie das KFZ halt einfach auf sich ummelden“

Ja, ne, is klar!

Ich fragte sie nach einer plausiblen Erklärung für meinen Dad und nach der rechtlichen Grundlage für diese Behauptung. Die Dame wurde sofort patziger im Ton und sagte hämischgrindend im Weggehen „Sie können das gerne mit meinem Vorgesetzten klären“.

Da kam er dann auch schon, ihr Vorgesetzter. Ich habe ihm dann nur ganz kurz und freundlich den Sachverhalt erklärt und mit dem Kommentar „wo ist da das Problem?“ wies er die verstockte Mitarbeiterin an, mir den gewünschten Nachweis auszufüllen.

Erstes Thema durch …

Ich habe die Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und gefragt, wie es denn mit dem Wagen von meinem Freund aussieht. Schliesslich ist er ja nun doch öfter mal hier, so wie ich bei ihm. Noch bevor die zickige Dame etwas sagen konnte, legte ihr Vorgesetzter gleich zwei gelbe Bögen Papier raus.  „Sie erhalten selbstverständlich auch Besucherkarten“, grinste er und zwinkerte mir zu.

Mürrisch fügte die Mitarbeiterin noch hinzu, dass diese aber eigentlich 11,00 Euro kosten würden … dieser Betrag wurde mich freundlicherweise erlassen.

 

Besucherkarte

Besucherkarte

(618)

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