Beispielfoto, die Hauptfigur meines Erlebnis war ein kleiner schwar-weisser

Beispielfoto,
die Hauptfigur meines Erlebnis war ein kleiner schwar-weisser

Da geh ich entspannt die morgendliche Gassirunde mit meinen Tigern, als ein aufgedrehter, kleiner Foxterrier freudig auf uns zugerannt kommt. Der kleine Wutz ist kein halbes Jahr alt, schätze ich und das Verhalten seines Frauchen sprach ganz deutlich dafür, dass es ihr erster Hund zu sein schien.

Abgesehen davon, dass ein unangeleinter Hund nichts auf einem Schulgelände zu suchen hat, finde ich, dass das speziell in der Pausenzeit ein absolutes NoGo ist!

Aber egal, darum geht es jetzt gerade nicht. Also zurück zum Ausgangspunkt:
Der knuffige Terrier flitzte in einem Affenzahn auf mich und meine beiden Hunde zu. Freudig wedelnt und bellend rannte er im Kreis um uns herum und wollte spielen. Sein Fauchen war mindestens 100 Meter entfernt. Wenn du jetzt denkst, dass sie den Wirbelwind hätte zu sich rufen können oder sich gar beeilt hätte, um zu uns zu kommen … weit gefehlt!

Erst stand die überforderte Frau in weiter Entfernung rum und rief ihren Vierpfoter mit Befehlen, die kein Hund verstehen würde. Von „jetzt mach schon“, über „lass die Zwei in Ruhe“, bis zu „verdammt noch mal, mach, dass du her kommst“, war alles dabei. Jedoch kein lautes, deutliches „hier“!

Der junge Terrier brachte fast noch einen Radfahrer zum Stürzen, als dieser ausweichen musste. Mütter, die ihre Kinder in den Kindergarten brachten, beobachteten teils belustigt, teils aber auch verängstigt das Schauspiel.
Nachdem ich meine zwei Tiger beruhigt hatte, kriegte ich das kleine Energiebündel zu fassen. Doch leider konnte ich ihn nicht lange festhalten, denn er sprang vor Aufregung auf und ab. Also rannte er wieder im Kreis um uns herum.

Und erst das animierte die Damen dazu sich in Bewegung zu setzen und wild schimpfend in unsere Richtung zu kommen.

Nach einigem Hin und Her sprinntete er auf sein Frauchen zu und sie konnte ihren kleinen Racker endlich einfangen. Anstatt ihn aber anzuleinen und zu loben, dass er doch noch auf sie gehört hat und gekommen war, bekam der wenige Monate alte Hund erstmal einen heftigen Schlag auf den Hintern und wurde anschliessend im Genick gepackt und geschüttelt!

Noch während die überforderte Frau an ihm herummeckerte, ging ich auf sie zu. Sie entschuldigte sich knapp mit den Worten „der hört einfach nicht, ich sollte ihn nicht von der Leine machen“. Das konnte ich so aber nicht stehen lassen und fragte die Frau, ob sie es toll fände für etwas bestraft zu werden, dass sie richtig gemacht hat. Verwirrt schaute sie mich an.

Meine Erklärung, dass ein Welpe positiv bestärkt werden sollte, wenn er etwas richtig gemacht hatte, verstand sie zwar, meine Aussage „wenn er bestraft wird, weil er gekommen ist, dann kommt er bald gar nicht mehr, wenn sie ihn rufen“ wischte sie jedoch mit einer Handbewegung weg. Beim Weggehen sagte sie noch „der Hundeprofi, der Rütter, hat gesagt, Terrier brauchen eine konsequente Hand!“

Mag sein, dass Martin Rütter das gesagt hat und damit hat er garantiert auch recht. Erzieherische Konsequenz braucht jeder Hund, wie auch jedes Kind. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussage gleich ist mit „bestrafe richtiges Verhalten“.

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